Gehegebau

 

Um ein ähnliches Gehege, wie meines, zu bauen, braucht es neben den Materialien auch mindestens einen Helfer, viel Kraft, Ausdauer und Geduld. Das sieht so einfach aus, aber immer wieder passieren Dinge, die man vorher nicht bedacht hat...

 

Na gut, aber nun zur Sache!

Material:

  • Bausand
  • Waschbetonplatten o.ä. für den Boden
    Anzahl je nach Größe
  • 13 bis 14 Holzbalken, mind. 8 x 8 cm dick, kesseldruckimprägniert, für das Gerüst (unimprägniertes Holz geht auch, muss dann aber gestrichen werden!)
    Länge je nach gewünschter Gehegegröße
  • Holzlatten, Nuht & Feder, ca. 12 cm breit und mind. 2 cm dick, imprägniert, für die Rückwand (unimprägniertes Holz geht auch, muss dann aber gestrichen werden!)
    Länge und Menge je nach Gehegegröße, evtl. auch für eine Seitenwand (Windschutz)
  • einfache Holzlatten, ca. 4 x 3 cm, ebenfalls imprägniert, für die Tür (unimprägniertes Holz geht auch, muss dann aber gestrichen werden!)
  • 2 Metallschienen, mind. 50 cm lang und eine Plexiglas- oder Holzplatte
  • Gitter, punktgeschweißt und verzinkt, Maschenweite maximal 1,5 x 1,5 cm
    KEIN Kaninchendraht, den reißen die Frettchen kaputt!
  • gewelltes, transparentes Bakelit für das Dach
    man kann das Dach natürlich auch "normal" decken, aber mit dem transparenten Bakelit kommt mehr Licht in's Gehege
  • jede Menge Winkel, Schrauben, Unterlegscheiben, Nägel, Krampen und spezielle Schrauben und Unterlegscheiben für das gewellte Bakelit!
  • Riegel & Haken + Öse für die Tür
  • Scharniere für die Tür
  • vorsichtshalber ein bißchen Jod und Pflaster...

Werkzeug:

  • Wasserwaage
  • Fuchsschwanz
  • Stichsäge
  • Akkuschrauber / -bohrer mit guten Akkus
  • Handschraubendreher
  • Hammer
  • Leiter / Tritt
  • evtl. Bauhandschuhe

Bauanleitung:

  • Zunächst verlegt man die Waschbetonplatten mit Hilfe des Bausands als Fundament. Der Boden muss sehr eben sein, damit keine Lücken zwischen Fundament und Gehegegerüst entstehen!
    Frettchen würden sich ohne festen Boden in nullkommanix einen Fluchttunnel graben! Man kann den Boden auch etwa 50 cm tief ausheben, Gitter verlegen und dann wieder mit Erde auffüllen, so daß sie ruhig graben können. Aber mir wär das etwas unheimlich, weil ich ja das Gehege auch betrete und dann Angst hätte, irgendwelche Tunnel zum Einsturz zu bringen, während noch Frettchen drin sind.
    Mein Gehegeboden
  • Dann nimmt man sich 12 der dicken Holzbalken vor und baut daraus das Gerüst für das Gehege. Die Balken werden auf die gewünschte Länge gekürzt und dann mit den Winkeln zusammengeschraubt.

  • Steht das Gerüst auf dem Fundament, schraubt man die Nuht-und-Feder-Balken als Rückwand an. Achtet darauf, daß keine Lücken zwischen den Balken sind! Deswegen würde ich auch immer wieder mit Nuht und Feder arbeiten. Auf dieselbe Weise evtl. noch eine Seitenwand verkleiden.
  • Nun entscheiden, wo die Eingangstür hin soll. Hierfür benötigt man den / die übrigen Balken. Soll die Tür direkt an eine Seitenwand, genügt ein weiterer Balken, soll sie mittig in die Front, braucht man zwei.
    Den / die übrigen Balken als Türrahmen einsetzen!
  • Nun das Gitter mit den Krampen am Gerüst befestigen. Tackern reicht NICHT! Selbst lange Tackerkrampen halten das schwere Gitter niemals, also muß man sich die Mühe machen, "richtige" Krampen per Hand mit einem Hammer einzuschlagen... Spannt das Gitter möglichst gerade und straff, sonst habt ihr nachher unschöne Dellen und evtl. sogar Lücken.
    Solche Krampen meine ich:  
    Und so sieht's dann aus, wenn sie drin sind:

    Statt Krampen kann man natürlich auch das Gitter mit Leisten anschrauben! Hat den Vorteil, daß mal sich seltener mit dem Hammer auf die Finger kloppt und vor allem, daß es schöner aussieht! (kostet allerdings auch geringfügig mehr)
  • Nun die Tür bauen. Die 3 x 4 cm dicken Balken auf die richtige Länge zuschneiden und mittels Winkeln zu einem Rechteck verschrauben. Ebenfalls mit Gitter bespannen und mit den Scharnieren im Türrahmen aufhängen.

  • Die Metallschienen unten und von innen in den Türrrahmen schrauben, die Holz- oder Plexiglasplatte zurechtsägen und einpassen (mindestens 50 cm hoch!) - fertig ist der Weglaufschutz! Für's weitere bauen und dann zum einrichten, würde ich die Platte aber noch rausnehmen, so muß man nicht jedesmal drüberklettern.
    Der Weglaufschutz:
    Für den Weglaufschutz kann man auch weniger Aufwand betreiben und die Tür einfach 50 cm über dem Boden erst beginnen lassen! Was ich persönlich allerdings unpraktisch finde, wenn ich mal "ummöbliere", "renoviere" oder auch einfach nur mal eine Grundreinigung betreibe und dabei mehrfach rein und raus will, bzw. schwere Gegenstände hinein oder heraus schaffen möchte.
  • Nun das Dach: Das Bakelit auf die richtige Länge zuschneiden, lasst es aber vorne und hinten mind. 10 cm überstehen! Sonst läuft nachher Regenwasser in's Gehege.
    Im aufgerollten Zustand auf's Dach bringen und mit den speziellen Unterlegdingern (ich guck nochmal, wie die Teile heißen, sieht man auf diesem Foto), Schrauben und den speziellen Gumminupsis (auch hier schau ich nochmal... ) von einer Seite bis zur anderen nach und nach befestigen.
    Hier sieht man die Unterlegdinger für das Bakelit. Sie sind wichtig, ohne sie könnten geschickte, dünne Frettchen durch die Lücken schlüpfen!
    Achtung: die Löcher auf jeden Fall vorsichtig vorbohren, sonst reißt das Bakelit!
  • Nun noch die Türriegel von außen und Haken & Öse von innen an der Tür anbringen, schon ist das Gehege fertig zum einrichten und dann zum Einzug der Frettchen!
    Ich hab einen Türriegel genommen, in den man ein Vorhängeschloss einhängen kann. Nachbarskinder sind manchmal sehr neugierig und selbst wenn sie den Frettchen nichts böses wollen, reicht es, daß sie die Tür nicht wieder richtig zumachen, damit die Fretts auf nimmer wiedersehen verschwinden...
    Von außen:
    von innen:

Viel Spaß beim bauen und einrichten und erst recht nachher mit den Frettchen!

Endergebnis:

Einrichtungstipps findet ihr auf den Seiten Haltung und Einrichtungstipps!

 

Da mich der Aufbau dieser HP viel Zeit und teilweise auch große Mühe gekostet hat, möchte ich euch bitten, das Copyright zu achten und mich zu fragen, wenn ihr Bilder oder Texte verwenden wollt, die ihr hier gefunden habt! Keine Angst, ich beiße nicht.